Fahrrad

Jeder hat seine Vorlieben. Aber beherzigen sollte man folgende Hinweise.

Check vor Reisebeginn

  • Reifenprofil, besser neue Mäntel
  • Check Kette (mit Verschleißlehre), besser neue Kette
  • Check Zahnkranz (mit Verschleißlehre), besser neuer Zahnkranz
  • Check Kettenbätter (mit Verschleißlehre/optisch)
  • Check Bremsbeläge, besser erneuern
  • Check Lufdruck Gabel und Dämpfer. Unbedingt höheres Gesamtgewicht mit Rucksack beachten.
  • Check Schaltung. Laufen Gänge sauber und sind die Endpositionen richtig eingestellt. Ggf. Schaltzüge und Außenhülle tauschen.
  • Räder auf Rundlauf und Lagerspiel checken
  • Innenlager auf Lagerspiel checken
  • Steuersatz auf Lagerspiel checken.

Vollgefedert oder Hardtail:

Ich bevorzuge in den Alpen ein vollgefedertes Bike, es macht auf vielen Trails einfach mehr Spass. Zur Not geht aber auch ein Hardtail bei weniger Komfort. Ein Hardtail hat meist den Vorteil, dass es leichter ist und zwei Flaschenhalter montierbar sind.
Tipp: Fully, aber besser ein leichtes Hardtail als ein schweres Fully.

Bremsen

Unbedingt hydraulische Scheibenbremsen verwenden. Die greifen insbesondere bei Nässe besser als Felgenbremsen. Scheibendurchmesser 180 mm. Schwere Fahrer ggf. größere Bremsscheiben.

Laufräder

Habe einen Laufradsatz mit normalen (lauter gleichlange) Speichen und eine Ersatzspeiche dabei. Empfehlenswert ist eine sogenannte "Erste Hilfe Speiche". Die hat statt einem festen Ende einen Haken, den man auch auf Zahnkranzseite im Bedarfsfall ohne Demontage des Zahnkranzes einhängen kann.
Systemlaufräder sollte man nur verwenden, wenn man für jede verwendete Speiche eine Ersatzspeiche dabei hat (bis zu 4 Stück).

Reifen

Zu empfehlen sind gut profilierte, dicke Reifen der Dimension 2,1 - 2,4. Ich fahre seit einiger Zeit Schwalbe Nobby Nic in 2,4 Dicke. Von Rennreifen kann ich nur abraten. Dem geringeren Gewicht und Rollwiderstand steht zu wenig Gripp bei Nässe oder Matsch gegenüber. Auch die Anfälligkeit gegenüber defekten ist zu hoch.
Optimal sind nach meiner Erfahrung Tubeless/UST-Reifen. Verwende diese seit ca. 4. Jahren (ohne jede Panne!). Seit zwei Jahren fahre ich die normale Reifen mit Tubeless-Milch. Hat sich auch sehr bewährt.

Richtigen Reifendruck abhängig von Fahrergewicht und Reifengröße beachten. Siehe Werkstattseite

Pedale

Auf jeden Fall Clickpedale verwenden. Sie bieten (zumindest erfahrenen Bikern) sowohl bergauf als auch bergab mehr Sicherheit und eine bessere Kraftübertragung

Sattelklemme

Unbedingt Schnellspanner oder höhenverstellbare Sattelstütze verwenden. Eine höhenverstellbare Sattelstütze ist optimal, um die Sattelhöhe schnell und ohne Abstieg an das jeweilige Gelände anzupassen. Werde auf der Transalp 2009 erstmals eine höhenverstellbare Stütze mit Lenker-Hebel verwenden.

Werkzeug und Ersatzteile

Werkzeug für den Notfall sollte in einer Werkzeugtasche am Rad verstaut werden. Dies spart Platz und Gewicht im Rucksack. Was man mitnehmen sollte ist eine schwierige Entscheidung, je mehr desto sicherer aber auch schwerer. Meine Empfehlung:

Einzelfahrer bzw. Minimum-Ausstattung
- Inbus, Kreuzschlitz und Torx je nach Rad (für jede Schraube sollte ein Schlüssel vorhanden sein)
- Kettennieter und ein Stück Kette (ca. 5-10 Glieder) sowie zwei Verschlüsse
- Nippelspanner (meist am Werkzeug irgendwo mit dran)
- Bei Tubeless 1 Ersatzschlauch, sonst 2.
- Flickzeug für Schlauch.
- 1 Mantelflicken (geht zur Not auch mit der Packung eines Riegels...)
- Luftpumpe. Aus meiner Sicht reicht eine kleine Pumpe. Es kommt im Zweifelsfall nicht darauf an, wie lange es dauert.
- Kleinen Öler für Kette und Schaltung
- Ersatzbremsbeläge (mind 2 Stück, bei langen Touren mehr)
- Kabelbinder
- Etwas Klebeband
- Bei Tubeless (falls nicht schon vorhanden): Adapter auf Autoventil. Bei Pannen kann man dann unterwegs zunächst einen Schlauch einziehen und an der nächsten Tankstelle mit dem Ventiladaper aufpumpen. (Tubeless-Reifen benötigen oft sehr viel Luft und lassen sich mit einer normalen Luftpumpe kaum füllen).
- Bei Tubeless: Ersatzventil
- Ersatzspeiche mit Nippel (bzw. -en in allen erforderlichen Längen). Ich verwende eine sogenannte Reparaturspeiche. Diese hat auf der Nabenseite keinen Nippel sonderen einen Haken. Damit kann man sie auch auf der Zahnkranzseite ohne Demontage des Zahnkranzes einsetzen. Die Demontage des Zahnkranzes ist unterwegs kaum möglich.
- Zwei bis drei einzeln verpackte feuchte Tücher. Damit können die Hände nach einer Reparatur gesäubert werden.
- Ein kleiner Lappen. Hatte schon Wege, auf denen der Boden so am Reifen festgeklebt ist, dass unterwegs eine Reinigung am nächsten Bach erforderlich war. Die Räder hätten sich sonst nicht mehr richtig gedreht und das Rad war mind. 3kg schwerer.

Gruppen bzw. Maximal-Ausstattung
- Federgabelpumpe
- Evtl. Zahnkranzabzieher inkl. Pritzsche
- Ersatzventil
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